SOS-Kinderdorf-Familien

SOS-Kinderdorffamilienprogramm ist im SOS-Kinderdorf für in Not geratene Kinder organisiert, die keine Eltern oder keinen Vormund haben.

Wenn das Kind bereits ohne elterliche Betreuung aufwächst, ermöglichen wir ihm, in einem fürsorglichen familiären Umfeld aufzuwachsen, das vom SOS-Kinderdorf organisiert wird. Die SOS-Kinderdorf-Mutter führt ihre SOS-Kinderdorf-Familie und ist für die Betreuung und Entwicklung jedes einzelnen Kindes verantwortlich.

Mit dem Konzept des SOS-Kinderdorfes war unsere Organisation ein Pionier familiennaher Langzeitbetreuung von verwaisten und verlassenen Kindern im Jahr 1949. Dieses Konzept basiert auf vier Prinzipien:
  • Die Mutter : Jedes Kind kann auf eine tragfähige Beziehung bauen
  • Die Geschwister: Familiäre Bindungen entstehen,
  • Das Haus: Jede Familie schafft ihr eigenes Zuhause
  • Das Dorf: Die SOS-Kinderdorf-Familie ist Teil der Gemeinschaft.

Die Aufnahme eines Kindes im  SOS-Kinderdorf-Familien-Programm ist von jeder finanziellen Beteiligung frei.

Das ohne elterliche Betreuung aufwachsendes Kind findet eine neue Mutter, neue Geschwister, ein neues Haus und eine neue Gemeinschaft dank dem SOS-Kinderdorf-Familien-Programm wieder.

Folgende sind die Aufnahmekriterien, die das SOS-Kinderdorf-Familien-Programm anbelangen:
  • Alter (0-8), außer in Fällen von Geschwistern (Ausnahmen sind für ältere Kinder aus der gleichen Familie gemacht)
  • Vollwaisen (alle Eltern verstorben)
  • Halbwaisen (einer verstorbenen Elternteils und der andere nicht in der Lage,  die Betreuung des Kindes  überzunehmen)
  • Sozial Fällen (Kinder ohne elterliche Betreuung aus verschiedenen Gründen)
  • Verlassene Kinder (keine Informationen über die Familien solcher Kinder)
  • Kinder, die Opfer von soziokulturellen Ausschlüssen sind (Gewohnheiten, Glaubenssätzen).
SOS-Kinderdorf bewährt eine gute  Beziehung zwischen dem Kind und seiner Herkunftsfamilie durch die Mechanismen der Überwachung und Bewertung. Für verlassene Kinder führt SOS-Kinderdorf weitere Untersuchungen, um Spuren der Herkunftsfamilie  des Kindes zu finden, um die Bedingungen für die Rückkehr des Kindes zur Herkunftsfamilie  zu verwirklichen.

Für Kinder, die nicht aus verschiedenen Gründen nach ihrem familiären Umfeld zurückkehren können, gibt es Möglichkeiten, im Alter von 14 Jahren für Jungen und 16 für Mädchen in eine Jugendeinrichtung einzutreten.

SOS-Jugendprogramme bieten Lern- und Entfaltungsmöglichkeiten. Die Jugendlichen entwickeln die Einstellungen, Verhaltensweisen, das Vertrauen und die Fertigkeiten, die sie brauchen, um ihre Zukunft eigenverantwortlich aufzubauen und sich erfolgreich in die Gesellschaft einzubringen. Die Jugendlichen gehen weiterhin zur Schule oder lernen einen Beruf und sind bereits, nach und nach auf die Autonomie vorbereitet, die im Lebensalter von etwa 23 erfolgt, wenn die Jugendlichen erste Jobs, Einkommen schaffende Aktivitäten oder tragfähige Ausbildungen haben, die ihnen anständige Jobs ermöglichen. Unter den ersten SOS-Kindern, die im SOS-Kinderdorf Benin gewachsen sind, zählt man heute Tischler, eine Ärztin, Landwirtschaftsingenieure, Klempner, Friseure, Zollbeamten, Bankangestellten, Rechtsanwälte, Ingenieure , Informatiker, Personalmanager, Glaser,usw.

Es muss daran erinnert werden, dass die Aufnahme der Kinder in die SOS-Kinderdorfprogramme von einem Prozess abhängig, woran viele Partner wie die Regierung, lokale Behörde, usw. teilnehmen.

DIE POSITION UNSERER PROGRAMME

Die SOS-Programme in Abomey-Calavi, Dassa-Zoumé und Natitingou ermöglichen die Verwirklichung der Rechte vieler Kinder. SOS-Kinderdorf Benin ist Mitglied von SOS-Kinderdorf International, das in Not geratene Kinder in 133 Ländern und Gebieten der Erde  betreut.