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Händler und Händlerinnen von Cococodji wurden über die Einschulungsnotwendigkeit für Kinder, die in ihrer Obhut stehen, sensibilisiert

14 Mrz 2017
Im Rahmen der Advocacy Tätigkeiten als ein Teil der Mittelpunkte seines Eingreifens hat das SOS-Kinderdorf Abomey-Calavi eine große Anzahl von Händlern vom Cococodji-Markt sensibilisiert. Die Teilnehmer dieses Zusammentreffens haben die Bedeutung des Themas verstanden und haben versprochen, von nun an positiv zu ändern wie sie sich vorher verhalten.


Gegen Ende Februar 2017 hat das Familienverstärkungsprogramm seine Advocacy Tätigkeiten im großen Stadtviertel Cococodji ausgedehnt. An einem Zusammentreffen, dessen Tagesordnung mit der Einschulung der Kinder in Obhut sich befasste, das heißt die in der Landessprache sogenannte "Vidomegon", haben verschiedene Händler aus diesem Stadtviertel teilgenommen. In der Tat ist es kein Geheimnis, dass Tausende von Kindern Waren in den verschiedenen Märkten von Benin verkaufen. Zu Hause sind diese Kinder die ersten, die früh am Morgen aufwachen, um lästige Haushaltsarbeiten zu erledigen. Dieselben Kinder haben die traurige Pflicht, schwere Güter von morgens bis abends zu tragen. Am Abend bei ihrer Rückkehr aus dem Straßenverkauf müssen sie auch alle Götter beten, damit die Umsatz Berechnung richtig ist, sonst würden sie die Wut ihrer Wächter erleiden. Sie unterliegen allen möglichen Demütigungen und haben keine Rechte. Im Hinblick auf das Vorhergehende bemüht sich SOS-Kinderdorf Abomey-Calavi darum durch das Familien-Verstärkungsprogramm, einen besonderen Akzent auf die Kinderrechte zu setzen, nämlich die Wichtigkeit die Kinder einzuschulen.

Viele Menschen nahmen an dieser Sensibilisierungssitzung teil. Das Folgende erklärte einer von den Teilnehmern: "alles was gesagt wird, habe ich verstanden; trotzdem möchte ich aber eine Frage stellen: was müssen wir von diesen ,,Vidomegon-Mädchen,, tun? Sollen sie wie unsere eigenen Kinder in die Schule gehen? Wenn ja, welche Nutzen ziehen wir von diesen Mädchen und von ihrer Schulung? Ich vermute, sie sind dabei nicht durch Ihren Ansatz mich zu bedeuten, dass ich selber Waren auf dem Markt verkaufen und all diese Menschen ernähren soll. Wenn ich das ,,Vidomegon-Mädchen,, in der Schule einschreiben muss, wäre es besser für mich, sie in ihr Heimatdorf ihren Eltern zurückzubringen ". Nach ihrem Eingreifen antwortete ein Sozialarbeiter wie folgt:" Liebe Frau, Danke sehr für deine Erklärung; ich möchte dich hier fragen: Haben deine eigenen Kinder mehr Rechte als die anderen Kinder mit dir? ist es menschlich, Kinder von anderen Leuten zugunsten ihre eigenen Kinder zum Opfer zu bringen? Alle Kinder haben die gleichen Rechte; einige von diesen Rechten hast du gerade von uns kennengelernt, ich verurteile dich nicht, aber ich bitte alle, opfern Sie bitte nicht die Kinder von anderen Leuten zum Wohle den Euren. Vielleicht gibt es unter diesen Kindern in Obhut, einige, die  in der Zukunft wichtige Arbeitsstelle in der Gesellschaft einnehmen".  Nach dem Eingreifen des Sozialarbeiters haben viele Teilnehmer das Wort auch ergriffen. Aber schließlich haben sie Verständnis zum diskutierten Thema gezeigt und zustimmten bereits, diese Kinder aus dem nächsten Schuljahr einzuschreiben.

DIE POSITION UNSERER PROGRAMME

Die SOS-Programme in Abomey-Calavi, Dassa-Zoumé und Natitingou ermöglichen die Verwirklichung der Rechte vieler Kinder. SOS-Kinderdorf Benin ist Mitglied von SOS-Kinderdorf International, das in Not geratene Kinder in 133 Ländern und Gebieten der Erde  betreut.