| Wer wir sind > Wurzeln |
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Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1949 in Österreich, in der Nähe der kleinen Tiroler Stadt Imst gegründet. Es war zu einem Zeitpunkt, zu dem die Verwüstungen durch den zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Folgen für die junge Generation voll zum Tragen kamen. Alleine in Tirol, wo sich die Stadt Imst befindet, die das erste SOS-Kinderdorf beherbergt, zählte das Amt der behinderten Personen in Innsbruck (Hauptstadt der Provinz Tirol) 2.654 Witwen, 4.670 Kinder, die einen Elternteil verloren hatten und 102 Kinder Vollwaisen (Stand: 1.1.1949). Die Situation dieser benachteiligten Kinder wurde durch die kurz nach dem Krieg vom österreichischen Staat zur Verfügung gestellten Unterbringungsmöglichkeiten nicht wesentlich verbessert. Deshalb trafen im März 1949 einige Jugendliche - die meisten von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt Studenten - die Entscheidung, eine Organisation namens „Societas Socialis“ (Soziale Gesellschaft) zu gründen, um verwaisten und verlassenen Kindern zu helfen. Zu dieser Gruppe gehörten Hermann Gmeiner, Josef Jestl, Ludwig Kögl, Herbert Pfanner, Franz Müller, Maria Hofer, Hertha Troger, Hedwig Weingartner und Hélène Didl. Ihr Leiter war Hermann Gmeiner, der die Entwicklung des SOS-Kinderdorfs prägte und der die Grundlagen für die heutige internationale Nichtregierungsorganisation schuf. Heute ist SOS-Kinderdorf in 132 Ländern bzw. Gebieten aktiv. Was Benin angeht, wurde das erste SOS-Kinderdorf 1987 in Betrieb genommen. 1999 wurde ein zweites SOS-Kinderdorf in Natitingou eröffnet und 2005 ein drittes in Dassa-Zoume.
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