|
Die SOS-Kinderdörfer geben in Not geratenen Kindern die Möglichkeit, dauerhafte Beziehungen innerhalb einer Familie aufzubauen. Wir ermöglichen ihnen, gemäß ihrer eigenen Kultur und Religion zu leben, und helfen ihnen, ihre individuellen Fähigkeiten, Interessen und Begabungen zu erkennen und zu entfalten. In den drei SOS-Kinderdörfern stellen wir sicher, dass Kinder die Erziehung und Ausbildung erhalten, die sie brauchen, um erfolgreich ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Das Konzept unserer Organisation basiert auf vier Prinzipien:
• Die Mutter: Jedes Kind kann auf eine tragfähige Beziehung bauen! Die SOS-Kinderdorf-Mutter baut zu jedem der ihr anvertrauten Kinder eine enge Beziehung auf und bietet die Geborgenheit, Liebe und Stabilität, die jedes Kind braucht. Sie ist für ihren Beruf fachlich geschult, lebt mit ihren Kindern in einem von ihr geführten Haushalt und unterstützt sie in ihrer Entwicklung. Sie kennt und achtet die familiäre Herkunft, die kulturellen Wurzeln und die Religion jedes einzelnen Kindes.
• Die Geschwister: Familiäre Bindungen entstehen! Mädchen und Buben verschiedener Altersstufen leben als Geschwister zusammen, wobei leibliche Geschwister immer gemeinsam in einer SOS-Kinderdorf-Familie leben. Diese Kinder und ihre Mütter entwickeln eine emotionale Bindung, die ein Leben lang hält.
• Das Haus: Jede Familie schafft ihr eigenes Zuhause! Das Haus ist das Zentrum des Familienlebens - mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre, seinem Rhythmus und seinen Gewohnheiten. Unter seinem Dach genießen die Kinder ein echtes Gefühl der Geborgenheit und des Dazugehörens. Kinder wachsen gemeinsam auf, lernen miteinander und teilen sowohl Pflichten und Aufgaben als auch alle Freuden und Sorgen des Alltags.
• Das Dorf: Die SOS-Kinderdorf-Familie ist Teil der Gemeinschaft! SOS-Kinderdorf-Familien bilden zusammen eine Dorfgemeinschaft, die ein unterstützendes Umfeld für eine glückliche Kindheit bietet. Die Familien tauschen Erfahrungen aus und helfen sich gegenseitig. Sie sind in die Nachbarschaft integriert und leisten ihren Beitrag zur lokalen Gemeinde. In der Familie, im Dorf, in der Gemeinde lernt jedes Kind, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Die Kinder leben in den SOS-Familienhäuser bis sie 14 Jahre (Jungen) bzw. 16 Jahre (Mädchen) sind. Anschließend leben die Jugendlichen in SOS-Jugendeinrichtungen, die für Jungen von männlichen bzw. für Mädchen von weiblichen SOS-Jugendbetreuern geführt werden. Der Jugendbetreuer ist dafür verantwortlich, die Entwicklung der Jugendlichen zur Selbständigkeit zu unterstützen. Jugendbetreuer/innen sind für die Entwicklungsplanung der Jugendlichen, die in der Jugendeinrichtung wohnen, verantwortlich. Die Jugendlichen können sich auf sie verlassen und finden bei ihnen Rat und Verständnis. Nach der Jugendwohnwohneinrichtung wechseln die Jugendlichen in das "Betreute Wohnen": Hier verfügen sie über individuelle Wohnungen und eine teilweise Unabhängigkeit. Sie werden finanziell und mit Ratschlägen unterstützt. Sobald der Jugendliche die Eigenverantwortung voll übernehmen kann, wird er in die Selbständigkeit entlassen.
|